Warum ist das Thema +Mitarbeiterbindung+ so wichtig?

Mitarbeiter, die sich in hohem Maße mit der Organisation identifizieren, werden möglicherweise die Interessen, Werte und Ziele der Organisation internalisieren, sich um ein vielfaches engagieren und bei Veränderungen nicht nur passiv mitwirken sondern auch aktiv mitgestalten. Sobald sich Alternativen anbieten, werden sie wahrscheinlicher der bisherigen Organisation treu bleiben. So lässt sich schlussfolgern, dass die Mitarbeiterbindung weiterhin als wesentlicher Erfolgsfaktor anzusehen ist- gerade im Zuge der Globalisierung und des demographischen Wandels.

In der wissenschaftlichen Literatur wird Mitarbeiterbindung auch als Commitment, oder +organisationales Commitment+ bezeichnet, was die Verbundenheit, Zugehörigkeit oder Identifikation mit der Organisation ausdrückt.
Doch gibt es unterschiedliche Qualitäten von Bindungen und Faktoren, die darauf Einfluss nehmen…

Ein weit verbreiteter Ansatz zur Unterscheidung von organisationalem Commitment, ist das von Meyer und Allen (1990) entwickelte +3-Komponenten-Modell+. In einem mehrdimensionalen Ansatz beschreibt es, dass Personen entweder in einer Organisation bleiben, weil sie es wünschen bzw. wollen, weil sie müssen oder weil sie sich der jeweiligen Organisation verpflichtet fühlen.

Die Facetten des +organisationalen Commitments+ sind:

+Affektives Commitment+
Der Begriff betont vor allem die emotionale Bindung an die jeweilige Organisation. Falls hohes affektives Commitment vorliegt, bedeutet das, dass die Organisation für die Person eine wichtige persönliche Bedeutung hat, der man sich zugehörig fühlt und gerne weiter angehören will. Man ist stolz darauf in der Organisation zu arbeiten und identifiziert sich mit ihren Werten und Zielen.

+Kalkulatorisches Commitment+
umschreibt die Aufrechterhaltung der Bindung an die Organisation nur auf Grund von Kosten, die mit dem Verlassen der Organisation in Verbindung stehen würden. Hier steht eine aus Kosten-Nutzen-Analyse aus subjektiver rationaler Sicht im Vordergrund. Ein Wechsel der Organisation wird aus einem Abwägen von bisherigen Investitionen, zu erwarten Kosten und Chancen gesehen. Bei alleiniger Ausprägung dieser Komponente ist die Identifikation schwach.

Schließlich geht das +normative Commitment+ davon aus, dass sich die Person aus moralisch-ethischen Gefühlen heraus der Organisation verpflichtet fühlt. Zum Beispiel möchte eine Person mit einer hohen Ausprägung in dieser Komponente, die Organisation nicht verlassen, weil sie Personen mit denen sie zusammenarbeitet (Kollegen, Kunden, Lieferanten) nicht enttäuschen will.

Warum ist das Thema +Mitarbeiterbindung+ so wichtig?

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