Vorgesetzter

Meine Anleitung zu integrem Führungsverhalten

Meine Anleitung zu integrem Führungsverhalten

Thema: Konsistenz im Verhalten von #Führungskräften

… Oder wieso es so wichtig ist, dass Führungskräfte selbst als gutes Beispiel vorangehen?!

  • Berechenbarkeit: Mitarbeiter müssen sich sicher sein, welches Verhalten auf gezeigtes Verhalten folgt. Ansonsten folgen Angst und Misstrauen. Wie reagiert die Führungskraft zum Beispiel auf einen „Fehler“?
  • Vereinbarungen müssen stets eingehalten werden. Ist dies mal nicht möglich, muss darüber offen kommuniziert werden. Dabei ist es wichtig, die Verantwortung für sein Verhalten und Tun zu übernehmen. Andere Kollegen, Vorgesetzte dürfen nicht vorgeschoben werden oder die Situation mit anderen Informationen/Aspekten angereichert werden, die nur dazu genutzt werden, um besser dazustehen. Spätestens beim zweiten Mal wird es der Mitarbeiter merken!
  • Spielregeln und Führungsgrundsätze müssen eingehalten werden und Informationen nicht zu eigenem Vorteil genutzt werden. Sonst entsteht auf Seiten der Mitarbeiter sehr schnell Demotivation und mittelfristig geht der Mitarbeiter in die innere Kündigung
  • Schutz. Der Mitarbeiter muss geschützt werden. Zugetragene Kritik aus anderen Abteilungen oder „Tratsch auf dem Flur“ muss entgegengewirkt werden. Der Mitarbeiter wird es ihnen Danken und durch Leistung und Loyalität zurückzahlen.
  • Unbedingt positive Wertschätzung. Ein Grundgedanke der Transaktionsanalyse: „Ich bin okay, du bist okay“. Jeder Mensch ist in all seinen Schattierungen und in seiner Ganzheit in Ordnung. Wird das durch die Führungskraft nicht vermittelt, entsteht ein Vertrauensvakuum, der Mitarbeiter wird sich womöglich in der Folge weniger zutrauen und den Kontakt meiden.
  • Loben. 
  • Mitarbeiter fordern, fördern und loslassen können. Bremst die Führungskraft einen Mitarbeiter, (systematisch) aus Angst dieser könnte das Unternehmen verlassen oder ihn selbst überflügeln und stellt darauf die uneingeschränkte Unterstützung ein, versucht ihn zu lenken, mit Lob geizen oder bisherige gezeigte Leistungen herabwürdigen und/oder Informationen zurückhalten oder seine Ziele und Bedürfnisse nicht wertschätzend ernst nehmen, wird das den Mitarbeiter noch schneller vertreiben! Stattdessen ist es sinnvoll nach fundierten Möglichkeiten zu suchen –> Stichwort Job enlargement oder job enrichment oder aber den Mitarbeiter ziehen lassen. Das „Leuchten in den Augen“ des Mitarbeiters muss erhalten bleiben. Hierzu ist es notwendig, dass die Führungskraft soweit reflektiert ist und über ihre eigenen Ängste bewusst ist.
  • Macht. Führungskräfte sollen sich ihrer Weisungsmacht bewusst sein und den Mut haben die Richtung vorzugeben. Die gegebene Macht auf Dauer darf aber nicht ausgenutzt werden. Diskussionen kann ein Rahmen gegeben werden, um unterschiedliche Standpunkte zu diskutieren. Autorität braucht dabei nicht gezeigt werden, sondern wird vom Mitarbeiter verliehen. Der Mitarbeiter soll freiwillig und gerne folgen.

Dies sind einige wesentliche Punkte, um langfristig Vertrauen zum Mitarbeiter aufzubauen. Welche weiteren Punkte sind Ihnen wichtig, was haben Sie bisher erlebt?